September 1, 2017

Das Bürgerbegehren

Die Landeshauptstadt Kiel braucht Platz, um zu wachsen. Darum startete ein breit angelegtes Bündnis unter dem Titel „Wir machen Stadt“ im September 2017 die Unterschriftensammlung für ein Bürgerbegehren. Das Ziel ist es, den Verkehrslandeplatz Holtenau in ein mischgenutztes Quartier umzuwandeln, das Platz für Menschen zum Leben und zum Arbeiten bietet.

Besonders attraktiv ist dabei die Möglichkeit, die Fläche des Verkehrslandeplatzes Holtenau zusammen mit dem benachbarten MFG-5-Gelände zu entwickeln. Eine Schließung des Verkehrslandeplatzes ermöglicht ganz neue Chancen für das MFG-5-Gelände. Im Verbund kann ein 192 Hektar großer neuer Stadtteil entstehen, in dem Wohnen und Arbeiten auf das Beste miteinander verbunden sind. Durch seine Lage zwischen Holtenau und Friedrichsort ist zudem eine optimale infrastrukturelle Anbindung gewährleistet. Die jetzt schon wenig naturnahe Fläche, die zu 90 Prozent in öffentlicher Hand ist, bietet die einmalige Chance, einen neuen Stadtteil zu entwickeln und Kiels Perspektiven auf dem Wohnungsmarkt so auf einen Schlag nachhaltig zu verbessern!

Die Fakten sprechen für sich, doch leider fehlt so manchem Akteur im Rathaus anscheinend der Mut zu einer so zentralen Entscheidung für die Kieler Stadtentwicklung. Doch wir brauchen jetzt bezahlbaren Wohnraum und Gewerbeflächen. Die Entscheidung kann daher nicht länger vertagt werden. Daher haben wir uns in einem breiten Bündnis ,Wir machen Stadt‘ zusammengeschlossen, um die Kielerinnen und Kieler aufzufordern, das Heft selber in die Hand zu nehmen. Mit unserem Bürgerbegehren wollen wir erreichen, dass parallel zur Kommunalwahl 2018 über die Zukunft des Verkehrslandeplatzes Holtenau abgestimmt wird. Wir sind zuversichtlich, in den nächsten sechs Monaten die notwendige 8000 Unterschriften zusammen zu bekommen.

Am Bündnis beteiligen sich bis jetzt bereits: Hansastraße 48, Hempels, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE, Piraten, Attac, BUND, Grüne Jugend Kiel, Landesverband alleinerziehender Väter und Mütter und der Verein Katzheide Ja. Vertretungsberechtigte Personen des Bürgerbegehrens sind Lydia Rudow, Andreas Meyer und Stefan Rudau.

Die offizielle Fragestellung lautet:

Sind Sie dafür, dass der Verkehrslandeplatz Holtenau geschlossen und stattdessen auf dem Gelände ein neuer mischgenutzter Stadtteil mit weitest möglich kommunalem und gemeinnützigem Wohnungsbau und Gewerbe entwickelt wird?